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Willy Fiedler

* 23. Januar 1908 in Freudenstadt, Schwarzwald; † 17. Januar 1998 in Los Altos Hills. Kalifornien


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illy Fiedler studierte von 1928-1933 Maschinenbau an der Universität Stuttgart und war Mitglied der Akademischen Fliegergruppe. Das erste selbst konstruierte Segelflugzeug der Akaflieg Stuttgart wurde von ihm maßgeblich konzipiert; die F1 Fledermaus. Sie wurde im Windkanal optimiert und besaß kein Seitenruder, sondern Endscheiben an den Tragflächen zur Steuerung. Mit 21 Kilogramm war der Rumpf der Fledermaus ein absolutes Leichtgewicht, und mit dem Flugzeug konnten beim Rhönwettbewerb 1933 einige Preise errungen werden. Bau 1932, Erstflug Juli 1933. Weiterhin war er an der Konstruktion des Hochleistungssegelflugzeugs Fs18 beteiligt. Mit der Fs18 entstand ein Hochleistungssegler für Wettbewerbe. Sie verfügte über das erste Einziehfahrwerk für Segelflugzeuge, außerdem kamen bei dem Hochdecker Wölbklappen zum Einsatz, um enges Kreisen in der Thermik zu ermöglichen. Weitere Besonderheiten waren Sturzflugbremsen sowie die Pendelauslegung von Höhen- und Seitenruder. Bau 1938, Erstflug 21. Juli 1938, bestes Gleiten: 26,9.

1937 begann er die Ausbildung zum Flugbaumeister bei der DVL in Berlin-Adlershof und arbeitete bis 1944 als Flugbaumeister und Testpilot bei der DVL, bei British Aircraft Ltd., bei den G-Fieseler-Werken in Kassel und Peenemünde und bei den Bachem-Werken in Waldsee.

Nach dem Krieg wanderte er aus in die USA und arbeitete als Raketenspezialist von 1948-1974 bei der US-Navy und Lockeed.

Anliegend eine schöne Biographie, erstellt von Familienmitgliedern aus den USA.

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